Es ist einfach, schwach zu sein. Doch das Wunschgewicht erreichen damit nur wenige. Halten wir gemeinsam durch, erreichen wir unser Ziel.
Nein, als Frau möchte ich schreiben, dass es absolut nicht einfach ist schwach zu sein. Abgesehen davon ist Schwäche Stärke wie eben auch umgekehrt.
In letzter Zeit beschäftigte ich mich immer intensiver mit dem Thema Essen. Der Gedanke "Du bist was Du ißt" läßt mich nicht los.
Esse ich gesund, bin ich gesund.
Esse ich glücklich, bin ich glücklich.
Esse ich mit Genuß, werde ich mehr von weniger haben.
Esse ich mit Gier, bin ich gierig.....
..diese Sätze könnte ich jetzt in alle Ewigkeit weiterschreiben,
doch das überlasse ich jetzt Euch.
Essen, was ist Essen?
Nahrungsaufnahme, weil ich Hunger habe.
Aufnahme von Mitteln, die mich am Leben erhalten,
es mir verbessern, oder auch verschlechtern,
die mir oralen Genuss bescheren.
Wie eben auch Küssen, denn der Kuss ist zu Beginn der
Menschheit, sehr lange vor Hipp, Alete und Mixer aus den Zufütterungsmethoden für Säuglinge entstanden.
Beides ist für den Menschen überlebensnotwendig.
Essen, gemeinsam Essen ist eine Stabilisierung
des sozialen Gefüges. Festessen in den Familien,
zu hohen Feiertagen, oder auch Geschäftsessen zur
Besiegelung gemeinsamer zukünftiger Unternehmungen,
die erfolgreich sein mögen.
Es wirkt doch, wie unser prähistorisches Verhalten von
Zusammenarbeit. Eine Gruppe bringt das Erjagte,
die andere Gruppe das Gesammelte, es wird Holz geholt,
das streng gehütete Feuer vergrößert, die Zubereitung
beginnt, und damit wird all das von der Gruppe
Zusammengetragene bekömmlich gemacht.
Es ist ein demokratischer Akt, bei dem jeder seine
Aufgabe und damit seine Wichtigkeit hat, eine
Aneinanderreihung von überlebensnotwendigen Ritualen
und eine Vorbereitung auf Nahrungsaufnahme und Verdauung,
da der Geruch der gar werdenden Lebensmittel den
Speichelfluß anzuregen beginnt und der Abschluß des
mühevollen Tages ist die gemeinsame Nahrungsaufnahme als
Regenerierung und Feedback.
Essen ist kein Feind, wie ich das bei vielen Menschen mit Gewichtsproblemen heraushören konnte.
Auch Menschen, die abnehmen wollen sollten sich die Zeit
nehmen und in sich hineinhören was sie denn jetzt am
liebsten zu sich nehmen würden, sich gönnen worauf sie
Lust haben und davon nur die Hälfte, langsam mit Genuss essen.
Die Mahlzeit sollte auch hübsch angerichtet werden,
denn auch hier wären Rituale wichtig.
Auf gar keinen Fall schnell in der Küche hinunterwürgen.
Da ich zu den Glücklichen gehöre, die eben keine Gewichtsprobleme kennen kann ich leicht schreiben, jedoch habe ich deshalb auch genügend Abstand dieses Thema zu überdenken.
Ich würde mir für alle Betroffenen ein lustvolles Abnehmen und
einen liebevollen Umgang mit den eigenen Schwächen wünschen,
denn erst, wenn Du sie akzeptiert hast wirst Du sie auch ändern können.
Viel Erfolg wünsche ich Euch
und viele Antworten wünsche ich mir.
Eva
Ja, küssen ist halt was feines... Blöd halt, dass man als Übergewichtiger oft Mangelerscheinungen betreffend Selbstwertgefühl hat und dadurch Schwierigkeiten mit der Kontaktaufnahme zum anderen Geschlecht. Die "Zungenkussdiät" wäre zwar sehr schön zu vermarkten, doch fehlt es da wohl gerade bei denen, die es dringen nötig hätten, am Gegenpart?
Wäre das nicht wieder Ghetto? Ich wäre da eher für eine Kultur der Einschließung (Gegensatz von Ausgrenzung). Eine Partnerbörse ist ja grundsätzlich schnell umgesetzt, wie Du weist. Die Frage ist, was möchten die Leser?
Allgemeine Partnerbörsen gibt's doch wirklich genug.
Ich meinte das nicht als Ghettoisierung, sondern als
Partnersuche für Menschen, die sich sonst nicht trauen aus Angst wegen ihrer Figur von vornherein abgelehnt zu werden.
Naja, ist ja eigentlich das Gleiche, auf einer Metaebene. Alle Indianer ins Reservat. Alle Schwarzen ins Ghetto. Alle, die sich nicht trauen, halt in diese Börse.
Wie gesagt: Wenn sich ein paar Interessenten finden, jederzeit. Hatte mal vor einiger Zeit Aufgrund eines Postings im Informatik-Forum auf kiesler.at ein Herzschmerz-Forum angelegt. Original 0 Beiträge (von meinem Startbeitrag abgesehen).