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Ayurveda und der Nordwesten
Ayurveda, vor 25 Jahren noch belächelt zeigt den westlichen Gesundheitssystemen immer mehr, dass in Indien vor 3000 Jahren das gedacht wurde, was seit Ende des 19. Jh. bei uns mühsamst bewiesen wird. Der Mensch ist nicht nur Körper, er ist auch Geist und Seele oder Gefühle, die alle drei im Falle von Krankheit zu berücksichtigen sind.
Ayurveda und PsychologieDer Mensch ist auf der Welt um glücklich zu sein, so lautet ein Grundsatz des Ayurveda. Wir finden bei Hermann Hesse, dem Indienkenner die gleiche Aufforderung, mit der er die Bedürfnisse aller Kulturen und Menschen beschreibt: „Es gibt keine Pflicht des Lebens, es gibt nur die Pflicht des Glücklichseins Dazu allein sind wir auf der Welt. Und mit aller Pflicht, aller Moral, und allen Geboten Macht man einander selten glücklich Weil man sich selbst damit nicht glücklich macht. Wenn der Mensch gut sein kann, so kann er es nur, wenn er glücklich ist, wenn er Harmonie in sich hat, also wenn er liebt. Dies war die Lehre, die einzige Lehre in der Welt. Dies sagte Buddha, dies sagte Jesus, dies sagte Wittgenstein. Für jeden ist das einzig wichtige auf der Welt Sein eigenes Innerstes, seine Seele, seine Liebesfähigkeit. Ist die in Ordnung, so mag man Hirse oder Kuchen essen, Lumpen oder Juwelen tragen, dann klingt die Welt mit der Seele rein zusammen, ist gut und ist in Ordnung.“ Ayurveda spricht von giftigen Gedanken, die mit unserer Seele auch unseren Körper vergiften. Es wird von der Körperseele und der Geistkörpermedizin gesprochen, die die Selbstheilungskräfte aktiviert oder blockiert ja nachdem wie unsere Gedanken sind. Deshalb begnügt sich die yogische Medizin auch nicht mit der Reparatur der kranken Organe sondern auch mit der Unterstützung der positiven Einstellung zum Leben und unserer Umgebung. 2. Was ist Ayurveda: Das Gesunderhaltungsprinzip und Heilprinzip von Ayurveda ist ein holistisches. Es begründet sich auf die Erhaltung oder Wiederherstellung des Gleichgewichtes zwischen Körper, Geist und Seele. Nicht umsonst werden seit den 60 er Jahren auch in der europäischen, modernen Medizin Projekte durchgeführt, die erforschen sollen, wie sehr geistige und seelische Kräfte den Körper beeinflussen. Somit erkennt unser Gesundheitssystem 1960 nach Christus das Gleiche das in den ersten Veden ~ 1500 vor Christus schon angedeutet wurde. Der große Unterschied zwischen den westlichen Medizinsystemen, die Krankheit reparieren will und dabei Gesundes irritiert oder mit Nebenwirkungen von Medikamenten, die lange unabhängig von der Konstitution des zu behandelten Menschen verordnet wurden, schädigte, sieht Ayurveda, die Mutter aller Gesundheitssysteme, dass jeder Mensch etwas Einzigartiges und nicht Reproduzierbares ist. Im indisch-philosophischen Denken besteht Materie aus zwei Grundprinzipien, in deren Spannungsfeld Evolution möglich wurde, das Geistprinzip Purusha und das Materieprinzip Prakriti. Purusha ist reines, ruhiges Bewusstsein, das immer Subjekt ist und Ursache der Strukturierung von Materie wie Farbe, Gestaltung und Entwicklung anorganischer Prozesse. Purusha ist auch bei Krankheit unzerstörbar, ist körperlos und unvergänglich. Wir nennen es Seele, die nie zerstört werden kann und aus der wir unsere Selbstheilungskräfte aktivieren können. Forschungen über den homöostatischen Regelkreis gehen auf den Physiologen Claude Bernard (19.Jh) zurück. Prakriti ist die Ursubstanz, unbewusste und unmanifestierte Materie. Sie ist unveränderlich und kann qualitativ umgewandelt werden. Der Urzustand von Prakriti kann nur dann aufrechterhalten werden, wenn seine drei Hauptgunas im Gleichgewicht sind. Das sind Sattwa, Rajas und Tamas, die auf die Materie einwirken und eine zunehmende Verdichtung bewirken. Vom feinstofflichen Raum bis Luft und Feuer über Wasser bis zur grobstofflichen Erde. Sattwa: Reinheit, Intelligenz, Ursprung des Bewusstseins, streben nach Wissen, Sattwa ist die Kraft der Imagination und der Wahrnehmung der Realität. Rajas: Leidenschaft, Aktivität, Energie, verbindet Sattwa und Tamas. Rajas ist die Kraft der Bewegung und der Veränderung. Tamas: Dumpfheit, Dunkelheit, Trägheit; aber auch Durchhaltevermögen, da Tamas die reine Materie ist. Alles ist ständigem Wandel unterworfen und doch stabil. Was uns der Vergleich unserer eigenen Gunas von Tag zu Tag immer wieder zeigt, sind wir selbst jeden Tag, jede Stunde, jede Minute anders und kehren nie als die/der nach Hause zurück als die/der wir morgens das Haus verließen. Trotzdem haben wir uns äußerlich nicht oder nur selten verändert. Körper, Geist und SeeleAus dieser Philosophie heraus entdeckte Ayurveda, dass Körper, Geist und Seele eng miteinander verbunden sind und auch das Bewusstsein untrennbar von allen dreien zu denken ist. So ist das Verhalten der Moleküle und der Zellen, vor allem Immunzellen abhängig vom Zustand aller drei und nicht nur von physischen Phänomenen. Viele Denker Europas, wie Aristoteles: „ Wer sein Äußeres vernachlässigt, vernachlässigt auch seine Beurteilungsfähigkeit“, oder Darwin erkannten den Zusammenhang, der erst in den 60 er Jahren des 20.Jh. erforscht und bestätigt wurde. Zwei Psychiater G. Solomon und R. Moos an der Stanford University bewiesen den Zusammenhang von emotionalen Konflikten und dem Ausbruch und Verlauf rheumatischer Gelenksentzündungen. Damals stießen die Ergebnisse auf große Skepsis in der medizinischen Wissenschaft. Zehn Jahre später fanden Forscher R. Ader und N. Cohen heraus, dass mentale Assoziationen das Funktionieren des Immunsystems außer Kraft setzen können. Der Begriff Psychoneuroimmunologie, kurz PNI genannt taucht auf. PNI beschreibt das enge Verhältnis zwischen Tätigkeit des Gehirnes und des Immunsystem. Der Geist steht mit jeder unserer Körperzellen in Verbindung. Genauer noch, alle Gedanken, Gefühle, Wünsche, Ideen, Facetten der Intelligenz führen zur Produktion eines chemischen Boten, dem Neropeptid, der Gedanken in körperliche Zustände umwandelt. Es wird behauptet, dass der Gedanke an eine Arznei alleine schon ausreicht um zu wirken, natürlich wenn er positiv ist. Das ist die Funktionsweise der Placebos. E. Blalock von der University of Alabama sieht unser Immunsystem sogar als eigenes Sinnesorgan, da die weißen Blutkörperchen Reize, die von Bakterien oder Viren ausgehen spüren und mit Ausschüttung von biochemischen Substanzen reagieren können. Die PNI Forschung zeigte auch, dass die drei bislang getrennt angesehenen Systeme, das endokrine System, das zentrale Nervensystem und das Immunsystem über molekulare Botenstoffe eng miteinander verbunden sind. Aus dieser Erkenntnis entstand eine neue Richtung der Medizin, die Geistkörpermedizin, die den Menschen holistisch sieht und behandelt. 4. Gesunderhaltung und Heilung: Das alles zeigt mir, wie lange in der „westlichen“ Medizin Körper, Geist und Seele als getrennt betrachtet wurden. Der Körper wurde repariert ohne die Selbstheilungskräfte zu aktivieren, oder die Grundlage der Krankheit zu entdecken und zu heilen. Die meisten chemischen Heilverfahren funktionierten, da der Körper das Immunsystem selbst Substanzen entwickelt, die Krankheit bekämpfen. Diese Substanzen werden von unseren Gefühlen, Standpunkten, Haltungen, Verhaltensweisen, Gedanken und sozialen Beziehungen beeinflusst. Mit unseren Gefühlen schwächen oder stärken wir unsere Physiologie. Das Wissen über den Körper, in Kombination mit einem positiv denkenden und fühlenden Körpergeist finden wir in Maharishi – Ayurveda. Gesund zu sein im Ayurveda bedeutet nicht „nicht krank zu sein“, sondern sich auch gesund zu fühlen. Sich gesund zu fühlen bedingt auch Agni das Verdauungsfeuer zu pflegen um Ansammlung von Ama zu vermeiden. Nahrungsaufnahme, Schlaf, körperliche und geistige Betätigung sollten im Gleichgewicht mit den uns entsprechenden Tridoshas Vata, Pitta und Kapha stehen. Leider sind unsere negativen Gedanken und Reaktionen anerzogen oder aus negativen Erlebnissen entstanden, die sich durch Wiederholung manifestierten. Diese gilt es loszulassen um Blockaden zu lösen. Um die Entwicklung und das Fließen von Bewusstsein im Körpergeist zu fördern gibt es die Transzendentale Meditation. Diese Meditation ermöglicht eine Verbindung zu den tiefsten Ebenen des Bewusstseins und diese zu „heilen“. Mit den positiven Erfahrungen von Körper, Sinnen, Geist, Intellekt und Gefühlen können wir die Selbstheilungskräfte aktivieren und Störungen und Blockaden auflösen. Wir aktivieren die Erinnerung an Ganzheit und damit an Gesundheit. Die vedische Tradition der Transzendentalen Meditation kam vor ungefähr 50 Jahren in den Westen. Sie lehrt das Erreichen des vollen Bewusstseinspotentials aufgrund drei vedischer Prinzipien. 1. All unseren Gedanken, Wahrnehmungen und Gefühlen liegt ein stilles Feld reinen grenzenlosen Bewusstseins zugrunde. 2. Der Geist sucht von Natur aus nach Glückseligkeit und Freiheit. 3. Der Geist beginnt sich nach innen zu richten erfährt er größeres Glück und wird mühelos zu seiner eigenen Quelle im transzendentalen reinen Bewusstsein gezogen. Transzendentale Meditation erfordert weder Konzentration noch Kontrolle des Geistes und kann deshalb leicht erlernt werden. Sie ist ein einfacher natürlicher Vorgang und hat weder etwas mit Manipulation noch Autosuggestion zu tun. Diese Meditation verhilft dem Geist zu Ruhe, Zentrierung und gleichzeitig zu Wachheit und Klarheit. Der Körper erreicht einen Zustand tiefer Ruhe und Entspannung. Stress und Erschöpfungserscheinungen die sich im Laufe der Zeit ansammelten, sollen sich auflösen. Wir lernen nicht nur mit Stress irgendwie umgehen zu können, mit der TM wird Stress losgelassen. Anwender der TM konnten Schlafstörungen, Bronchialasthma, chronische Kopfschmerzen und Rückenschmerzen, Angst, Depressionen, Blutdruck, Cholesterinspiegel, Rauchen und Fettleibigkeit positiv beeinflussen oder sogar heilen. Eine weitere Methode in die Tiefen des Bewusstseins vorzudringen, es zu beleben und Gleichgewicht wiederherzustellen ist die Urklangtherapie. Sie bedient sich der Urklänge der Natur und bringt so unseren Körpergeist wieder in Kontakt mit der Glückseligkeit. Duft und StammhirnDurch jahrelange Erfahrung, wie sehr Geruch mein Wohlbefinden beeinflusst, da diese Sinneswahrnehmung direkt auf das Stammhirn einwirkt und nur sehr schwer bis gar nicht geistig zu manipulieren ist. Wir bemerken das vor allem dann, wenn wir uns verlieben. Deshalb habe ich nach einer Kombination an ätherischen Ölen gesucht, die mir im Alltag hilft mit unangenehmen Situationen zurecht zu kommen und mir selbst dabei Gutes zu tun. Ich nannte diese Kombination schlicht „Gute Laune“. Sie regt alle drei Doshas Vata, Pitta und Kapha an. Die drei Duftkomponenten Kopf, Herz und Basis wurden genauso berücksichtigt wie die Wirkung auf Körper, Geist und Seele. Gute Laune Amyris: baut nervöse Anspannung ab Bergamotte: stimmungsaufhellend; gegen negative Gedanken und Gefühle Benzoe Siam: Hilft bei Stress und Traurigkeit Cajeput: anregend, gegen Antriebslosigkeit, bringt Körper und Geist ins Gleichgewicht Fenchel: Gibt Kraft und Mut, langes Leben Grapefruit: wirkt auf ZNS ein, gleicht aus und stabilisiert, gegen Stress Immortelle: gegen Schock und Angst Palmarosa: erfrischt den Geist und klärt die Gedanken Petit Grain: Stärkt das Selbstvertrauen, erfrischt den Geist, besänftigt,anregend, gegen Wut und Panik Rose: wirkt seelisch ausgleichend, positives Selbstwertgefühl Rosengeranie: baut Stress ab und stärkt das Nervensystem, hebt die Stimmung Sandelholz: soll Vergangenheit lösen; "Loslassen" YlangYlang: vermindert Wut, Sorgen und Angst und verhilft so zu einem Gefühl der Freude Zimt*):gegen Erschöpfung und Schwäche Mandarine:gegen Depressionen und Ängste Lemongrass:anregend, belebend, gegen Erschöpfung, für geistige Bewegung *) Bitte nur das Öl der Zimtblätter verwenden, da es am wenigsten Zimtaldehyd enthält. Noten: Kopf Kopf/Herz Herz Herz/Basis Basis Dasein"WER AUF SEIN/IHR GLÜCK VERZICHTET ERFÜLLT SEIN/IHR DASEIN NICHT." 6. Literatur: 1. M.J.Cooper and M.M.Aygen,“Effect of Transcendental Meditation on Serum Cholesterin and Blood Pressur”, Journal of Medicine, Israel, Harefuah, 1987, S.1-2 2. Alan K:Tillitson; The Handbook of Ayurvedic Medicine, Bindi Press, Norfolk, Virginia. 1986, S.64 3. V.Paterl et.al,” Enhancement of Lymphoproliferative Responses by Maharishi Amrit Kalash in Rats” FAESB Journal, Bd.2, 1988, S. 20 4. Stepen Hall, “A Molecule Code Link Emotions, Minds and Health”, Smithsonian, June 1989, S.64 5. Ayurveda für Frauen, Dr.med. Nancy Lonsdorf, Dr.med. Veronika Butler, Dr.phil. Melanie Brown; Knaur MensSana 1993, ISBN 3-426-87115-7 6. Aromaöle von A-Z; Wanda Sellar; Knaur, Mai 1998; ISBN 3-426-76164-5 Adressen: 1. Internationale Meditationsgesellschaft (IMS) Internationaler Verband, Biberstrasse 22/2, 1010 Wien, Tel.: 01/ 512 78 59 2. Maharishi Ayurveda-Ved Gesundheitszentrum Österreichische Gesellschaft für Ayurvedische Medizin, Biberstrasse 22/2, 1010 Wien, Tel.: 01/ 5 13 43 52, Fax: 5 13 96 60 Kommentar - Kommentar abgebenFür Kommentare sind die jeweiligen Autoren verantwortlich. Wir übernehmen keine Verantwortung für diese Inhalte. |
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